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Es gibt so Entscheidungen im Leben…

12 Juli 2012 Keine Kommentare PDF

©Natalie Schnack

… die sich im nachhinein als Fehler erweisen. Und wenn was schief läuft, dann kommt auch noch eins zum anderen. Ein Beispiel aus dem Leben?

Als ich Anfang des Jahres einen Improvisationstheater-Kurs für Fortgeschrittene buchte, war klar, ich fliege nach München, um Zeit zu sparen. Das Haus Buchenried am Starnberger See schien mir wunderbar vom Flughafen München mit der S-Bahn zu erreichen. Beim Rückflug musste ich mich entscheiden. Und ich entschied mich für den Flug um 12:25 Uhr (statt um 14:45), um schon am frühen Nachmittag zu Hause zu sein. So weit so gut.

Erst am Starnberger See stellte ich fest, dass mein Weg zum Flughafen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwei Stunden dauert würde. Es hätte bedeutet, ich bekäme nichts vom letzten Kurstag mit. Das wollte ich nicht und entschied mich wiederum ein Taxi zum Flughafen zu nehmen. Die Münchener Kurs-Kollegen meinten, dass die Fahrt ca. 45 Minuten dauern und ca. 70 EUR kosten würde. Das war es mir wert.

Nach einer traumhaften Improvisationswoche und tollem Wetter in einer wunderbaren Umgebung ging es nun zurück. Die Abreise fing mit einer Taxifahrerin an, die wie ein Wasserfall auf mich einredete, mehrere Male während der Fahrt telefonierte und zwischenzeitlich mit einer IPhone-App nach verschiedenen Autokennzeichen suchte. Sie fuhr (glaube ich) weite Umwege, am Ende dauerte es über eine Stunden und ich wurde um 110 EUR ärmer. Jetzt weiß ich, sie hat mich beschi… Aber wenn man sich irgendwo nicht auskennt, ist man ja eine leichte Beute ;-).

Nun gut. Ich checkte ein und sass im Flieger. Es dauerte ziemlich lange, bis es losgehen sollte. Sollte… War aber nichts. Am Flughafen München fiel ein Radar aus, was zu einer Verzögerung von einer halben Stunde führen sollte. Halbe Stunde später sollte es noch eine halbe Stunde dauern. Nach 1,5 Stunden hieß es, das ganze Flugsicherungssystem war abgestürzt. Wir durften den Flieger wieder verlassen und uns zurück in das Flughafengebäude begeben.

Während im Flieger die Informationen noch flossen, war es im Flughafen ganz anders. Irgendwann mal war der Fehler behoben wieder und einige Flieger wurden abgefertigt.

Der Flieger nach Hamburg flog als erstes ab. Leider nicht unser, sondern der Flug um 14:45 Uhr flog im Übrigen als einziger planmäßig ab. Verdammt, das war doch der Flug, gegen den ich mich beim Buchen am Anfang des Jahres entschieden habe! Und dabei wollte ich doch nur früher zu Hause sein…

Wenn ich das ganze Elend hier beschreiben würde, den wir erleben durften, wäre es eine unendliche Geschichte ;-). Drei mal zum Abfertigen aufgerufen sein, drei mal in der Schlange im Cafe immer wieder hinter angestellen, zwei weitere Stunden im Flieger auf die neue Crou warten, Verteilung aller Alkoholvorräte und Horden von Betrunkenen Passagieren mit ansehen, Tankvorgang auf die Anordnung der neuen Crou miterleben… Nun ja, in über sechs Stunden Wartezeit passiert so Einiges.

Dass ich statt um 13:45 Uhr um 20:00 Uhr in Hamburg landete und dann noch fast eine Stunde lang auf den Koffer wartete, scheint hier schon fast normal.

Tja, und das alles wegen einer einzigen Entscheidung, die ich am Anfang des Jahres getroffen habe. Es gibt Entscheidungen im Leben, sie scheinen so harmlos, und erweisen sich im Nachhinein als ein grober Fehler ;-).

Kennen Sie es auch? Welche erst harmlosen Entscheidungen erwiesen sich später als Fehler mit Tragweite? Freu mich auf Ihre Berichte aus dem Leben.

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