Mit diesen 3 1/2 Strategien holst du dein Wissen aus deinem Kopf

Introvertierte denken anders

007: Dein Kopf ist (über-)voll mit Wissen und klugen Gedanken? Aber wenn du diese gezielt für dein Business nutzen willst, z.B. für Marketing oder Produktentwicklung wie z.B. Online-Kurs nutzen willst, dann kriegst du keinen roten Faden zu fassen? Wie du dein Wissen gezielt aus dem Kopf herausbekommst, darum geht’s in dieser Episode.

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Links zur Episode:

2 coole Übungen, mit denen du dein Wissen auf kreative Art aus dem Kopf holst

Zusammenfassung:

Kennst du das auch, wenn du eine tolle Idee hast, aber, sobald es an die Umsetzung geht, plötzlich Leere in deinem Kopf herrscht?
Ein Beispiel:

Du hast dir eine Menge Fachwissen zu deinem Herzensthema angeeignet und könntest an sich auch stundenlang darüber reden, doch sobald du dich an deinem Computer setzt, um etwa einen Blogartikel zu schreiben, ist alles Wissen weg. Ein Blackout, wie in Prüfungssituationen an der Schule oder Uni, du kannst einfach nicht auf deine Expertise zurückgreifen.

Um diese Blockaden, wie ich sie der Einfachheit halber nenne, soll es in der heutigen Folge gehen. Die meisten meiner Zuhörer sind, genau wie ich, Unternehmer. Da ist es dann natürlich besonders ärgerlich, wenn wir eine Idee, die unserem Business weiterhelfen kann und daher besonders wichtig ist, nicht umsetzen können. Sehr häufig liegt es an genau diesem Phänomen, dass wir nicht so produktiv sind, wie wir eigentlich sein könnten.

Nun lautet die Frage: Wie kommt es dazu?

Wie ich es in den letzten paar Folgen besprochen habe, verlaufen die Gedankenprozesse von Introvertierten deutlich komplexer und somit auch chaotischer als bei Extrovertierten. Kommen da dann noch Stress und damit auch Adrenalinausstoß hinzu, ist es, als ob der Weg, den deine Gedanken nehmen, immer enger wird und es so zu einem Stau kommt, der deine Informationsverarbeitung stark behindert oder sogar ganz aufhält, so dass gar nichts mehr geht.

Wenn du dich nun aus dieser Stresssituation herausnimmst, indem du z.b. duschen gehst, wird es höchstwahrscheinlich passieren, dass diese Blockade in deinem Kopf gelöst wird und plötzlich alles wieder einen Sinn ergibt. Doch wenn du dich wieder, frisch inspiriert, an den Schreibtisch begibst und damit auch dem Stress aussetzt, ist der Blackout wieder zurück.

3 Strategien, um dein Wissen gezielt aus dem Kopf zu holen

Erste Strategie: In Bewegung kommen

Mach einen Spaziergang in der Natur, geh joggen oder betätige dich anderweitig körperlich. Hauptsache, du kommst in Bewegung. Der Knoten in deinem Kopf wird sich entwirren, sodass du wieder einen klaren Gedanken fassen kannst. Und Notizen und dergleichen lassen sich schließlich auch unterwegs machen, damit nichts verloren geht.

Zweite Strategie: SCHREIBEN

Schreiben hilft vielen, um klarer zu werden. Z.B. Morgenseiten: Morgens direkt nach dem Aufstehen 3 Seiten schreiben. Es muss nichts tiefgründiges bzw. produktives sein, nicht einmal wirklich lesenswert. Es dient einfach nur deiner geistigen Entschlackung und befreit dich von unbewusstem Ballast. Am besten schreibst du von Hand, das schafft eine Art neuen Kanal, der dich in den Fluss bringt, in dem du deine beste Arbeit ablieferst.

Dritte Strategie: Außenlautsprecher anschalten

Probier es doch mal mit Selbstgesprächen. Das mag sich anfangs komisch anfühlen, hilft aber enorm, deine Gedanken zu entwirren und zu ordnen.

Gerade bei uns Introvertierten gibt es eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen dem, was in unseren Köpfen vorgeht und dem, was wir auch tatsächlich laut äußern. Das liegt daran, dass wir uns damit schwer tun, unser Innenleben in all seiner Komplexität zu verbalisieren, doch Selbstgespräche verschaffen da Abhilfe.

Alternativ kannst du natürlich auch mit deinem Haustier sprechen, genau wie es eine meiner Kundinnen auch tut. 😀 Streng genommen ist das dann ja ein Selbstgespräch und hat somit den selben Effekt.

 ➡︎ Hol dir Unterstützung von außen:

Gerade professionelle Hilfe ist unglaublich wertvoll. Ich habe damals, als ich meine zwei Bücher „Leise überzeugen: Mehr Präsenz für Introvertierte“ und „30 Minuten Selbstbehauptung“ schrieb, die Hilfe eines Schreibcoachs in Anspruch genommen. Diese leitete mich an und half mir durch geschickte Fragen, Wissen auf’s Papier zu bringen, das ohne sie wohl nutzlos in den Untiefen meines Hirns stecken geblieben wäre.
Hilfe von Profis ist also definitiv empfehlenswert. Ähnlich ist es, wenn ich mit meinen Kunden zusammenarbeite. Ich helfe Ihnen, Ihre Expertise und Ideen in eine Form zu bringen, die wiederum für ihre Kunden wertvoll ist, also von unnötigem Ballast befreit, sodass sich das wirklich relevante besser herauskristallisiert.

Kompliziert zu sein ist leicht. Die Kunst ist, Komplexes einfach erklären zu können.

Wie schon mein Coaching-Ausbilder immer sagte: Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen komplex und kompliziert. Gerade wir im Dienstleistungssektor arbeiten viel mit komplexen Sachverhalten, also Dingen, die diverse Ebenen und Zusammenhänge aufweisen und daher einer weitergehenden Erläuterung bedürfen. Diese Erläuterung muss allerdings nicht kompliziert sein, sondern kann, wenn man es richtig anstellt, einfach genug gehalten sein, um dem potenziellen Kunden der Informationen das Verständnis zu erleichtern und damit generell effektiver zu sein.

Dies stellt für viele meiner Kunden anfangs die größte Schwierigkeit dar. Meist ist ihr Fachwissen tadellos, doch ihre Art zu erklären schafft es nicht, dem Zielpublikum die Information und den Wert, den dieser für ihr Anliegen hat, anschaulich zu vermitteln. Rein inhaltlich mag das WAS, also die Nachfrage des Kunden und dein Angebot zueinander passen, doch es scheitert am WIE.

Bei dieser Problematik ist Hilfe von außen gefragt, am besten von Profis, da diese wissen, worauf es ankommt.Gerade wenn du online arbeitest, ist es unerlässlich, dass du nicht einfach nur über ein Thema redest, das dich interessiert, sondern dich danach richtest, was potentielle Kunden benötigen. Und vor allem musst du ganz klar und deutlich formulieren, was du anzubieten hast.

Meine Kunden lernen das und anhand einer uns gemeinsam erstellten sogenannten „Kundenreise“ das weitere taktische Vorgehen, etwa wie man das Interesse eines potentiellen Kunden weckt und beibehält, mit diesem kommuniziert und schließlich den Verkauf eintütet.

Was sehr hilfreich ist, dass sich diese einem leeren Stuhl gegenüber setzen und ein Interview mit ihrem Wunschkunden simulieren. Streng genommen eine Trockenübung, doch sie erzielt weitaus bessere Ergebnisse, als wenn es eine reine Kopfgeburt bleibt.

Ich halte noch einmal fest:
Ich kenne keinen erfolgreichen Unternehmer, der sich nicht von außen unterstützen lässt. Also solltest auch du nicht zögern, dir professionelle Hilfe zu besorgen.

Im Endeffekt investierst du damit nicht nur in dein Business, sondern auch in dich selbst. Du lernst nicht nur, deine Stärken auszuspielen, das nimmt auch Anspannung von dir. Das führt mich zu meinem nächsten Punkt.

Entspannung ist das A und O!

Bevor du tätig wirst, sei es, ob das nun um einen Blog-Artikel zu schreiben oder einen Podcast aufzunehmen, entspann dich!

Stress, sei er von außen oder durch deine eigene innere Stimme begründet, ist Gift für deine Produktivität, damit hilfst du weder dir, noch deinen Kunden. Stell es dir am besten wie ein kleines Männchen vor, das in deinem Kopf wohnt. Dieses mag es gar nicht, gestresst zu werden, macht die Schotten dicht, sobald der Druck zu groß wird, und nichts geht mehr.

Lerne dich selbst und deine Bedürfnisse kennen, achte auf dich, tu dir selbst was Gutes, sorg für Entspannung und verärgere auf gar keinen Fall das Männchen in deinem Kopf.

Ich wünsche dir einen entspannten Erfolg!
Deine Natalie

PS: Übrigens Meditation bewirkt wahre Wunder, wenn es um Entspannung geht. Das ist daher Strategie 3 1/2, weil sie meist nur längerfristig funktioniert und ist nicht gezielt. Das wäre ja komplett kontraproduktiv, wenn man mit einem klaren Auftrag in die Mediation geht. 🙂

Mir persönlich liegt die übliche stille Meditation nicht, dafür herrscht in meinem Kopf zu viel Unruhe. Ich bevorzuge eine speziell auf westliche Menschen zugeschnittene Meditation, bei der man zu lauter Musik mehrere Phasen durchläuft, sich sogar körperlich verausgabt und erst gegen Ende in der Stille seine Gedanken beobachtet. Schau dir gern aktive Meditationen von Osho (Link dazu findest du oben).

 

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Natalie, dieses Podcast hast du ja für mich gesprochen, oder 😉 ?
    Ich fühle mich so erleichtert, dieses Podcast zu hören, weil ich dachte, ich sei die (fast) einzige Person, die so eine Schwierigkeit hat, die Gedanken/Idee im Kopf im Wort zu fassen. Ich hatte fast einen Verdacht, dass man Kopf nicht richtig funktioniert (!), weil ich die Idee, die ich fantastisch fand, so schnell vergesse – gerade eben auf dem Weg von der Dusche zum Schreibtisch!
    Ich verstehe immer besser wie ich als Introvertierte funktioniere, dank dir. Dies ist eine grosse Unterstützung für mich, bei meiner jetzigen Situation.
    Herzlichen Dank, liebe Natalie

    1. Liebe Masumi,
      ich denke immer auch an dich, wenn ich meinen Podcast aufnehme, weil du meine absolute Wunschkundin bist <3
      Ansonsten, ja, es geht so vielen von uns so und das bedeutet nur, dass wir zu viel im Kopf haben, nicht zu wenig und auch dass wir lernen was wir brauchen, um das alles was im Kopf drin ist, bewusst und gezielt rauszuholen. Das klappt auch bi mir nicht immer, aber ich weiß warum und finde das völlig ok, denn je entspannter ich mit mir bin, desto leichter wird alles 🙂

      Du machst das alles wunderbar, ich bin sehr stolz auf dich!

      Herzliche Grüße
      Natalie <3

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