Wie du ein Business aufbaust, das zu deiner Energie passt – Online-Training für introvertierte Solo-Unternehmer

Coaching für introvertierte Solo Unternehmer von Natalie Schnack

004: Warum ist es wichtig auf die eigene Energie beim Businessaufbau zu achten und was hat deine Positionierung damit zu tun? Wie baust du ein Business auf, dass dich nicht nur Energie kostet, sondern auch Energie gibt? Welche 3 Bereiche kosten bei vielen introvertierten Solo-Unternehmern besonders viel Energie und wie kannst du das in deinem Business verhindern? Darum geht es in dieser Episode, die eine Aufzeichnung meines neuen Online-Trainings enthält.

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Zusammenfassung:

Immer wieder habe ich in besonders in der letzten Podcast-Episode „ENERGIEMANAGEMENT FÜR INTROVERTIERTE SOLO-UNTERNEHMER: SO BLEIBST DU DAUERHAFT LEISTUNGSFÄHIG“ darüber gesprochen, stellt die Verarbeitung der zahlreichen Reize in unserer Umwelt, dazu gehört vor allem die Interaktion mit anderen, eine wesentlich größere Energiebelastung für uns, Introvertierte, dar, als für Extravertierte. Das macht uns selbstverständlich nicht zu minderwertigen oder gar schwachen Menschen, oder gar zu Misanthropen, sondern gehört einfach nur zu unseren persönlichen Eigenschaften, um die herum sich unsere Arbeitsweise zu strukturieren gilt.

Ich selbst habe mittlerweile nach Jahren des Herumprobierens genau das Business für mich geschaffen, das am besten zu meinem Energiehaushalt passt.

Wie habe ich früher gearbeitet und wie arbeite ich heute:

Früher habe ich so gearbeitet, dass ich mich für meine Coachings mit den Kunden persönlich vor Ort getroffen habe, ich war also viel unterwegs war. Heute arbeite ich nur noch von meinem Homeoffice aus, also ausschließlich online, was mir nur rund ein Zehntel dessen an Energie abverlangt, was ich früher aufbringen musste. Selbst wenn ein Kunde zum Coaching direkt zu mir ins Homeoffice kam, war dies deutlich anstrengender.

Das heißt selbstverständlich nicht, dass nun jeder Introvertierte ausschließlich online arbeiten soll, für mich funktioniert es so aber einfach am besten.

Wie habe ich Kunden gewonnen und Marketing gemacht?

Nun, vor allem habe ich zahlreiche Netzwerkveranstaltungen besucht und mich mit Kollegen getroffen, also vieles lief über Empfehlungen und Netzwerken. Das hat auch alles soweit sehr gut funktioniert, fand es allerdings auch schon damals besonders kräftezehrend, Veranstaltungen zu besuchen, auf denen ich keine Leute kenne, daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Zunächst einmal hasse ich Smalltalk wie die Pest und bin in solchen Situationen auch schnell erschöpft. Also was tun? Nur noch mit Bekannten hingehen, die einem auf Schritt und Tritt folgen oder umgekehrt?

Ich hatte eine bessere Idee: Ich gründete einfach mein eigenes Netzwerk bei mir in der Nähe, das nach meinen eigenen Regeln lief. Das hat für mich deutlich besser funktioniert.

Klar, ich blogge bereits seit 2011 und bin so lange auch schon in Social Media aktiv. Und ich habe zwei Bücher geschrieben und war viel in der Presse und auch im Radio. Das hat alles dazu geführt, dass ich mir nach und nach gute Sichtbarkeit geschaffen habe und damit mein Marketing heute ausschließlich online betreibe.

Aber auch ich hatte anfangs Schwierigkeiten damit, etwas zu finden, über das zu schreiben/sprechen sich lohnte, zumal das Schreiben mich ziemlich anstrengt. Mir fällt es seit jeher leichter, ein Video oder so einen Podcast aufzunehmen.
Mein Business und auch mein Marketing als ein Teil davon, sind also so mit meinem Energiehaushalt abgestimmt, wie es für mich am besten funktioniert. Ich habe z.B. mittlerweile auch einen Assistenten, der mir einige nervige Arbeiten abnimmt.

Heute habe ich das Business, das zu mir und meiner Energie wirklich passt

Und das beste ist: An den Themen bzw. Inhalten, mit denen ich arbeite, hat sich im Vergleich zu früher nicht viel geändert, und doch habe ich dadurch dass meine Art zu arbeiten zu meiner Energie passt, viel mehr Spaß an der Arbeit und viel mehr Kreativität, die ich in mein Business investieren kann.

Die Essenz dessen, was ich dir hier vermitteln möchte, unterteile ich in drei Bereiche. Dabei ist es unerheblich, ob du noch am Anfang stehst oder bereits ein funktionierendes Business aufgebaut hast.

Das erste Thema lautet Marketing. Machst du Marketing so, wie es dir liegt?

Seit einigen Jahren ist ja vor allem das Bloggen groß in Mode. Wenn einem das Schreiben selbst allerdings nicht liegt oder man Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung hat, gestaltet sich das recht schwierig.

Ähnlich ist es mit den vielen anderen Marketing-Maßnahmen: Nur weil etwas gerade in Mode ist oder als etabliert und daher selbstverständlich gilt, heißt das nicht, dass du dich dazu zwingen musst, dem auch nachzukommen. Heute hört es sich oft so an, als ob jeder, der gerade mit dem Business-Aufbau anfängt, alles auf einmal braucht: Eine Facebook-Seite mit min. 1000 Fans, eine Newsletter-Liste mit min. 1000 Abonnenten, einen YouTube-Kanal, einen Podcast, ein E-Book, Online-Kurse und und und. Was für ein Wahnsinn!
Sowieso glaube ich sowohl aus meiner persönlichen langjährigen Erfahrung als auch als Businessmentorin, dass weniger mehr ist: Qualität besiegt dauerhaft die Quantität.

Aus meinem Mund mag sich das etwas komisch anhören, da ich ja selbst Bücher geschrieben habe, blogge, einen Podcast mache, einen Videochannel habe,  Webinare veranstalte und bei Facebook, Instagram und Twitter aktiv bin. Ich bin aber auch bereits seit 8 Jahren dabei, das alles kam nicht von einem Tag auf den nächsten, das habe ich Schritt für Schritt aufgebaut. Jedes erfolgreiche Business braucht seine Zeit und muss sich organisch entwickeln. Es geht nicht anders.

Anfangs betreute ich einen Großkunden, bei dem ich trotz Selbstständigkeit im Grunde eine Vollzeitstelle hatte. Und dann akquirierte nach und nach eigene Kunden, dieser Wechsel beanspruchte einen Zeitraum von ungefähr vier Jahren.

Ein Business unter der Prämisse, möglichst schnell viel Geld zu verdienen, aufzubauen, ist keine gute Idee. Am sinnvollsten ist es, Rücklagen zu haben, die für mindestens ein Jahr reichen, sodass man nicht am Hungertuch nagen muss und im Idealfall auch noch genügend Spielraum für Investitionen hat.

In zwei Wochen zum Star seiner Branche zu werden, ist zwar ein schöner Gedanke, hat jedoch mit der Realität nicht viel zu tun. Ich habe Vertreter zahlreicher verschiedener Branchen gecoacht, darunter Maler, Designer, Coaches, Ingenieure, Programmierer, Berater oder Anwälte, und weiß daher, was absolute Basis ist: Positionierung: Es geht darum, für etwas zu stehen, genau den richtigen Nerv einer bestimmten Kundengruppe zu treffen.

Wie machst du heute Marketing?

Viele frischgebackene Selbständige rennen von Netzwerkveranstaltung zu Netzwerkveranstaltung, probieren verschiedene als Erfolgsgarant geltende Konzepte aus und verausgaben sich damit immer mehr, ohne dass nennenswerte Resonanz da ist.

Die Frage ist auch, wie verkaufst du deine Leistung bzw. wie kommunizierst du überhaupt mit deinem Kunden? Hältst du es so, dass jeder Termin extra bestimmt werden muss, oder machst es so wie ich, dass bei Abschluss des 3 bzw. 6 Monatsvertrags bereits feste Termine vereinbart werden? Wie unschwer zu erkennen ist, ist ersterem Herangehensweise wesentlich anstrengender.

Und nicht zuletzt, wie vollbringst du deine Leistung?

Nehmen wir einmal an, du bist ebenfalls Coach. Gibst du dann auch mehrtägige Trainings, bei denen du ständig unter Menschen bist? Das das für dich, als Introvertierten, absolut energiezerrend ist, ist klar.
Alle Termine dieser Art abzusagen geht allerdings auch schlecht, da man ja schließlich auch seine Rechnungen bezahlen muss. Gerade in solchen Situationen solltest du dich aber fragen, was du möglichst sofort tun kannst, um die Tätigkeit an deinen Energiebedafr anzupassen?
Wenn wir beim Trainer bleiben, ist es z.b. sinnvoll, sich in den Pausen nicht mit Teilnehmern abzugeben, sondern einmal so gut wie möglich komplett zur Ruhe zu kommen. Auch nach der Veranstaltung solltest du dann nicht etwa zu anderen Events gehen, sondern dir einen entspannten Abend mit dir allein machen, einfach mal etwas Gutes für dich selbst tun.

Es geht hauptsächlich darum, das richtige Gespür für deinen derzeitigen Energielevel zu entwickeln und dir darüber klar zu werden, was du auch längerfristig zu leisten imstande bist.

Früher wurde ich z.B. immer wieder unerwartet von potentiellen Kunden bzw. Interessenten angerufen und mit Fragen durchlöchert. Diese beantwortete ich auch geduldig, doch nicht selten führte das Gespräch zu keinem weiteren Kontakt, geschweige denn einem Verkauf. Kennst du das?
Und kam es doch zu einem persönlichen Coaching, von Angesicht zu Angesicht, stellte ich auch ein ums andere Mal fest, dass der Kunde und ich nicht kompatibel waren, was mich nur noch mehr stresste. Unter solchen Bedingungen ist es kaum möglich, wirklich gute Arbeit abzuliefern, gerade in unserem Bereich.
Bei meinen frühen Coachings über KfW oder ähnliches lief ist so, dass Kunden ein festes Stundenkontingent mit mir vereinbarten und dieses dann sozusagen nach Bedarf wahrnehmen konnten. Dafür musste ich auch Buch führen, wer wann wie viele Stunden in Anspruch genommen hat, ob ich jetzt eine Rechnung stellen kann, und und und.

Heute gibt es bei mir nur noch Vorkasse an und erspare mir so Mahnverfahren und den Löwenanteil des Verwaltungsaufwandes.

Diese Art, mein Business zu betreiben, stößt natürlich nicht ausschließlich auf Gegenliebe. Dieser womöglich etwas rebellisch anmutende Ansatz ist meinen Eltern zu verdanken, oder eher ihrem straffen erzieherischen Regiment, durch das ich mich meine ganze Jugend hindurch quasi zum Rebellieren genötigt sah.
Mittlerweile habe ich diese Eigenschaft, die man mir lange Zeit als schlechten Charakterzug ausgelegt hatte, dazu kultiviert, um die unnötigen Strapazen der Vergangenheit hinter mir zu lassen und mein Business so zu führen, wie ich es für richtig erachte, wie ist für mich allein am sinnvollsten ist.
Kollegen haben mir total seinerzeit davon abgeraten, mich auf introvertierte Kunden zu spezialisieren, da der Begriff Introversion ja eher von negativen Vorurteilen geprägt ist und ich so potentielle Kunden hätte vergraulen können. Zweifel dieser Art hatte ich zunächst auch, doch ließ mich davon nicht abbringen, ich hatte einfach das Gefühl, es tun zu müssen.
Natürlich schließe ich auf diese Weise potenzielle Kunden aus, die sich mit dem Begriff Introversion nicht identifizieren können, was auch oft auf mangelnde Aufklärung über diesen Begriff zurückzuführen ist. Diesen Missstand aufzuheben ist einer der zentralen Bestandteile meiner Arbeit. Häufig wissen Kunden sogar gar nicht um ihre eigene Introversion, bevor sie Kontakt zu mir aufnehmen.

Glücklicherweise ging meine Rechnung auf, und ich arbeite nur noch mit Menschen zusammen, die zu meiner Art passen und denen ich besser weiterhelfen kann, da ich weiß, was sie durchmachen, wodurch die Arbeit wiederum sehr viel mehr Spaß macht.
Stimmen, die entgegnen, dass nur der Kunde allein König sei, kann ich nur widersprechen. Für meine Arbeitsweise ist es unerlässlich, dass ich dem Kunden auf Augenhöhe begegne: Also von König zu Königin 😀

Wir sind Unternehmer, und keine Bittsteller. Wir wollen Freiheit. Selbst aussuchen, mit wem wir zusammenarbeiten, von wann bis wann wir arbeiten und vor allem wie wir die Dinge regeln, dafür sind wir schließlich selbständig geworden. Geld ist da nur die Spitze des Eisbergs.

Ohne richtig klare Positionierung ist alles nichts

Wenn du dich nun über längere Zeit ablöst, die Resonanz allerdings ausbleibt, ist klar, dass etwas schief läuft. Dann musst du sagen wieder zurück auf Null und an deiner Positionierung arbeiten.

Frag dich: Wer bist du und was kannst du tun, um das Problem deines potenziellen Kunden zu lösen?

Merke: 
Problem = Unterschied zwischen dem Ist- und Wunsch-Zustand des Kunden. 

Zu ermitteln, was genau sein Problem ist und richtig zu kommunizieren, was genau Du dagegen zu unternehmen gedenkst, das ist deine vorrangigste Aufgabe als Unternehmer.

Immer häufiger beobachte ich, das Selbstständige keinen wert mehr auf eine konsequente Positionierung legen und sich links und rechts wahllos Wissen aneignen, von dem sie das Gefühl haben, es womöglich in Zukunft gebrauchen zu können. Ihnen entgeht, dass Kunden praktisch immer ein ganz spezielles Problem haben, das zu lösen eine ebenso spezialisierte Ansprache und Kommunikation erfordern.

Der Anspruch, eine Art Universalgelehrten aus sich zu machen, oder, auf das Thema Marketing angewendet, möglichst omnipräsent zu sein, führt erst zu dem Stress, der viele Selbständige schon nach kurzer Zeit verzweifeln lässt. Gerade für uns, Introvertierte, ist es essentiell, ganz klar zu sein und klug vorzugehen und besonders im Marketing auf die Qualität statt auf die Quantität zu setzen. Und Qualität bedeutet im Marketing immer: Menschen fühlen sich von dir verstanden und abgeholt.

Also: Achte auf deine Positionierung. Sei dir sei dir darüber im Klaren, wer du bist und was du kannst, wie du das so an deinen Kunden kommunizierst, dass er es versteht und sich angesprochen fühlt.

Achte außerdem Darauf, wie du arbeitest bzw. dein Marketing betreibst. Hast du Spaß daran? Hältst du dich an deine eigenen Bedürfnisse? Das ist unerlässlich für dein eigenes Wohlbefinden.

 

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