Du willst leise überzeugen? Übernimm die Führung!

Wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du zu ruhig bist, um wirklich erfolgreich zu sein. Wenn du mit deiner wenig selbstdarstellerischen Art haderst. Wenn du dich manchmal lieber lauter hättest. Dann bist du hier genau richtig.

Denn ich möchte heute ein Plädoyer dafür halten, dass du, statt mit dir und deiner Art zu hadern, lieber dein Augenmerk darauf richtest, wie du die Rolle eines Mentors / einer Mentorin übernimmst.

Ja, du liest richtig!

Hattest du mal einen Menschen in einem Leben, der dich tief beeindruckt und nachhaltig beeinflusst hat? Ich hatte eine Lehrerin, als ich in der Pubertät war. Das war eine junge Frau, die für ihr Fach brannte. Sie wollte das Beste aus mir herausholen. Sie gab mir das Gefühl, wertvoll und begabt zu sein. Sie nahm mich an die Hand und zeigte mir, was in mir wirklich steckt. Sie vermittelte mir den Glauben daran, dass ich alles im Leben erreichen kann, wenn ich mich nicht von anderen beeinflussen lassen, wenn ich mir treu bleibe.

Auch als Erwachsene hatte ich einen Mentor, der sich meiner angenommen und mir unglaublich viel beigebracht hat. Das wichtigste war aber, dass er unerschütterlich an mich geglaubt hat.

Ich bin mir sicher, dass ich heute nicht da wäre, wo ich bin, wenn mir diese Menschen in meinem Leben nicht begegnet wären.

Und genau das möchte ich für meine Kunden sein: Eine an sie und ihre Fähigkeiten glaubende Mentorin, die in noch so schwierigen Situationen für sie da ist und ihnen ihre gesamte Erfahrung zur Verfügung stellt.

Auch du hat das Zeug zu einer echten Mentorin*

Ich bin mir sicher, dass du mit deinem Herzensthema vielen Menschen helfen kannst. Das und gerade deine etwas zurück genommene Art qualifizieren dich ausgezeichnet dafür, eine Mentorin für diese Menschen, deine Kunden, zu werden.

Ich zeige dir auf, welche Voraussetzungen du mitbringen und welche Qualitäten du in dir entdecken und forcieren solltest, wenn du eine erfolgreiche Mentorin werden möchtest.

Du hast ein Herzensthema und du brennst dafür

Am meisten überzeugen uns Menschen, die leidenschaftlich sich einem Thema verschrieben haben, wenn sie mit dem ganzem Herzen dabei sind und sich von nichts und niemanden davon abhalten lassen.

Mir z.B. ist es egal, ob meine Kollegen oder mein Umfeld gut finden, was und wie ich mache. Mein Herzenthema – Menschen, die eher introvertiert sind, auf ihrem Weg in die Sichtbarkeit zu begleiten – ist mir einfach zu wichtig.

Dein Weg zur Mentorin: Mach dir jeden Tag klar, warum dein Thema dir so an Herzen liegt, damit das Feuer in dir immer entfacht ist. Das hilft dir selbst, auf der Spur zu bleiben und die richtigen Menschen zu erreichen.

Du nimmst dich selbst nicht zu wichtig, deine Mentees dafür um so wichtiger

Gerade introvertierte Menschen drehen sich nicht ständig um sich selbst und die eigene Herrlichkeit – die besten Voraussetzungen, ein echter Mentor zu sein. Stattdessen setzten sie sich lieber für eine Sache und/oder andere Menschen ein.

Ich z.B. gebe all mein Wissen, das ich in einer Stunde unterbringen kann, in meinen Webinaren weiter, ohne etwas zurück zu halten. Auch in den kostenfreien Vorgesprächen bekommen die Menschen alles von mir. Mir ist es wichtig, dass diese Menschen weiter kommen. Und sie bezahlen mich dann auch gern. Denn ich verkaufe nicht mein Wissen, sondern meine Qualitäten als Mentorin, die sie auf einem längeren Weg durch alle Täler Schritt für Schritt begleitet, das beste an ihnen erkennt und an sie, auch in den Momenten uneingeschränkt glaubt, wenn sie selbst den Glauben an sich verlieren.

Dein Weg zur Mentorin: Mach dir bei allem, was du für deine Sichtbarkeit und dein Business tust, zur Gewohnheit, in die Schuhe deiner Kunden zu schlüpfen und erkenne aus deren Warte ihre Probleme. Und schenke ihnen Wissen. Davon gibt es heute in Hülle und Fülle. Sie brauchen dich, weil du sie auf deine Art von Problem zur Lösung bringen kannst. Und dafür bezahlen sie dich auch gern.

Du bist den Weg schon selbst gegangen und kennst die Unwägbarkeiten

Ein Herzenthema wird ja nicht umsonst zu einem Herzensthema. Meistens mussten wir diesen Weg zuerst selbst bewältigen, durch Höhen und Tiefen durchgehen und eigene Lernerfahrungen gemacht haben.

Ich z.B. habe das Thema Sichtbarkeit für Introvertierte für mich entdeckt, weil ich mein Leben lang mich nicht damit abfinden wollte, unterschätzt zu werden, nur weil ich nicht zu den Rampensäuen gehöre. Ich kenne also nur zu gut die Ängste, die Bedenken, die Zweifel, denen sich die Menschen, die ich als meine Kunden unterstütze, oft ausgeliefert fühlen. Ich spreche nicht von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe. Ich habe alles selbst durchlebt. Und ich gehe weiter diesen Weg, auch wenn ich schon viele Schritte weiter bin.

Dein Weg zur Mentorin: Mach dir bewusst, wo hast du Hürden auf deinem Weg überwinden müssen. Das hilft dir, die Lage deiner Kunden nachzuvollziehen und aus der Praxis zu schöpfen, statt in theoretischen Gebilden unterwegs zu sein. Das macht dich glaubwürdig und zieht Menschen an, die genau das zu schätzen wissen.

Du denkt selbst und sagst klar und ehrlich deine Meinung

Kein Mensch interessiert sich dafür, was 1000 andere auch noch erzählen. Kein vernünftiger Mensch lässt sich von einer wiederkäuende Kopie beeindrucken, sondern nur von einem Original. Wie finden Menschen überzeugend, die selbst denken, die sich ihre eigene Meinung bilden, die das was sie im Leben gelernt haben, auf die eigene Art verarbeiten und in die Welt bringen. Und eine Mentorin ist bereit, auch unbequeme Wahrheiten und ehrliches Feedback auszusprechen. Natürlich immer respektvoll und wertschätzend.

Ich z.B. gebe nur das von mir, wozu ich wirklich eine Meinung gebildet habe. Du wirst nie etwas von mir hören, woran ich nicht glaube. Und wenn du mit mir als Mentorin den Weg gehen willst, kannst du dich darauf verlassen, dass ich immer ehrlich zu dir bin und nie herumeiere. Auch wenn es sich nicht so angenehm anhört. Denn ich bin mir sicher, eine gute Mentorin redet nicht nach dem Mund. Sie hat immer das Wohl ihres Mentees im Sinn, und der Weg dahin ist nicht immer bequem.;-)

Dein Weg zur Mentorin: Alles, was du sagst oder schreibst, sollte deinen Stempel tragen. Gewinne immer mehr den Mut, deine eigene Meinung auf deine ganz eigene Art zu äußern und versuch nicht allen zu gefallen. Wer allen gefallen will und nie anecken möchte, bleibt unsichtbar. Das ist aber nicht dein Weg!

Du bist bereit, die Führung zu übernehmen

Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der dich vielleicht am meisten herausfordert. Denn Führung wird oft mit Dominanzgehabe verbunden. Doch genau das meine ich nicht.

Eine Mentorin muss bereit sein, voran zu gehen. Sie muss bereit sein, sich hinzustellen und zu sagen: „Das ist mein Herzensthema. Dafür stehe ich ein. Ich kenne die Probleme, die du hast und ich bin bereit, dich an die Hand zu nehmen und dich Schritt für Schritt zu deiner Lösung zu führen. Denn ich kenne diesen Weg, ich bin ihn selbst gegangen. Und ich kenne die Gefahren, die da lauern. Ich bin bereit, dich sicher zu deiner Lösung zu geleiten.“

Natürlich heißt es nicht, dass eine Mentorin alles besser weiß und sich zum Guru aufspielt. Auf gar keinen Fall. Aber sie hat einen Vorsprung und stellt ihre gesamte Erfahrung in den Dienst ihres Mentees, damit er nicht die gleichen Fehler zu machen braucht, die die Mentorin machen musste.

Ich z.B. arbeite mit Menschen, die genau das brauchen und suchen: Sie wollen sich von mir ein Stück ihres Weges zur Sichtbarkeit, der ihnen zu undurchsichtig erscheint, begleiten lassen. Sie verlassen sich darauf, dass ich ihnen Wege zeige, die ich aus eigener Erfahrung kenne und dass ich immer ihr Wohl im Auge habe. Das erfordert großes Vertrauen. Deswegen bin ich sehr stolz darauf, dass ich dieses Vertrauen meiner Kunden genieße darf. Dafür gebe ich ihnen alles, was ich zu geben habe. Das ist für mich Führung auf einer Augenhöhe.

Dein Weg zur Mentorin: Die Bereitschaft, Führung zu übernehmen erfordert eine innere Haltung von Respekt vor sich selbst und dem eigenen Erfahrungsschatz. Überprüfe, wo bist du schon bereit, voran zu gehen und deine Kunden an die Hand zu nehmen und wo du noch zögerst. Je mehr du dir klar machst, wie viel du zu geben hast, desto einfacher wird es für dich sein, in die Führungsrolle reinzuwachsen.

Ich bin überzeugt davon, dass gerade wir, Introvertierte, die besten Voraussetzungen mitbringen, echte und gute Mentoren zu sein.

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg zur Mentorin!

Herzlichst, deine Natalie 🙂

PS: Wenn du keinen solchen Mentor in deinem Leben hattest, dann wird es Zeit! Es ist von unschätzbaren Wert, wenn jemand an deiner Seite ist, der uneingeschränkt an dich glaubt und dich auf deinem oftmals steinigen Weg begleitet. Auch ich habe Mentoren, die mich auf meinem Weg begleiten, denn ich will immer weiter gehen.

*Liebe Männer, ich schreibe es in weiblicher Form, weil ich eine Frau bin. Setzt da für euch einfach „der Mentor“ ein. 🙂

Willst du über die neuen Tipps

informiert werden?

Hidden Content

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Natalie,

    wenn und weil Du so großzügig bist in Deiner Unterstützung:
    Kennst Du das Gefühl, ausgenutzt zu werden? Die Wut, wenn Andere sich profilieren mit Impulsen und Gedanken, für die Du (mit)gearbeitet hast, ohne Dich zumindest als Quelle mit zu nennen?, wie gehst Du damit um?
    Ich vermute, da ist bei mir mit der Zeit Bitterkeit entstanden, die mich behindert.

    Lieber Gruß gen Norden,
    Danke für’s Webinar und den Impuls am Mittwoch (Tel.),
    christine

    1. Liebe Christine,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine sehr spannende und sicher für viele interessante Frage!

      Natürlich kenne ich auch das Gefühl, von jemanden ausgenutzt zu werden. Von früher. Seit sehr langer Zeit nicht mehr.

      Und das liegt von allem an meiner geänderten Einstellung. Seit ich sehr gern mit vollen Händen gebe, weil ich das Gefühl habe, ich besitze das Wissen nicht, sondern kanalisiere es nur auf meine Art und mir keine Gedanken mehr dazu mache, dass mit jemand etwas weg nehmen könnte, erlebe ich es auch nicht mehr.

      Außerdem habe ich gelernt ganz klare Linie für mich zu ziehen, was und bis zu welcher Grenze ich gebe. Das gebe ich dann von ganzen Herzen gern. Damit Menschen das für sich nutzen, daraus lernen. Das kommuniziere ich auch ganz klar und unmissverständlich.

      Das was nicht kostenfrei gibt, das gibt es auch nicht kostenfrei. Das wird auch ganz klar von mir gesagt.

      Und wenn doch jemand sich offensichtlich bei mir bedient auf eine Art, die in die Richtung geht, die ich für frech halte, dann spreche ich diese Person ganz konkret an und bitte um Richtigstellung.

      Eines meiner wichtigsten Themen in der Arbeit ist ja Selbstbehauptung und Begegnung mit anderen auf einer Augenhöhe. Wenn wir uns auf einer Augenhöhe erleben und nicht als Opfer, dann erleben wir die Welt wirklich ganz anders.

      Auch da stecken alte Muster, die man mit mir im Coaching bearbeiten und auflösen kann.

      Das so weit etwas allgemein ans Antwort. Alle andere kann man nur an deiner konkreten Situation erarbeiten. Gern in einem Coaching. Wenn du Interesse hast, melde ich gern bei mir!

      Herzliche Grüße
      Natalie

  2. Ein Gedanke der mir gefällt. Die ganz Woche habe ich am Online Kongress Beruf und Frauen teilgenommen, und ein Interview hat mich besonders beeindruckt: Anthony Fedrigotti, z:b das Talent Übung braucht, an seinem Projekt jeden Tag 30 min arbeiten. Das ist für ein guter Gedanke, weil ich mich sonst verzettele.

    Mentor sein, das ist auch eine Aufgabe. In der Schreibwerkstatt habe ich gelernt, das auch die kürzeren Texte veröffentlicht werden können, das wird auch geschehen. Wenn ich mit meinem Herzensthema in meiner „Hülle“ bleibe, dann erfahren es die Menschen auch nicht.

    Ausgenutzt sein. Dazu gehören zwei Parteien. Beim Herzensthema offenbar werden, etwas Geben und dabei eine Grenze ziehen, bis wohin ich verantworten kann, das ich es gebe. Das gehört auch zur Entwicklung.

    Mentor werden- bedeutet für mich meinen Weg stückweise entdecken: Texte veröffentlichen, ein Gedankenbuch anlegen, über das was ich gelesen habe, wie die Woche war. Ein Tipp von Moritz Bauer.

    In diesem Sinne bin ich gespannt auf deine weiteren Themen.
    Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.