Vom Hölzchen auf Stöckchen – sichtbar durch’s Bloggen

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Was würde ich ohne mein Netzwerk tun?! Wahrscheinlich hätte ich gar keinen Blog-Artikel diese Woche geschafft zu schreiben, wäre da nicht der Lars Hahn. Kennengelernt haben wir uns auf Twitter. Jetzt haben wir uns schon einige Male persönlich gesehen, ob beim Treffen der Karriereexperten, oder auf der Personalmesse in Kölln. Es vergeht keine Woche, in der wir nicht voneinander hören, bzw. lesen, schließlich sind wir gemeinsam auch noch auf Facebook, Google+ und XING. Und jetzt hat Lars mir das Blogstöckchen* zugeworfen und ich habe sofort angenommen – da kommt mein Spieltrieb sofort durch ;-). Und nun: C’est la vie:

This is how I work

Blogger-Typ:
Ich habe Ende 2010 mit dem Bloggen angefangen. Anfangs war es ein Experiment, genauso wie die ganze Social Media Geschichte. Ich dachte mir, ich probier es mal aus, wenn es nicht klappt, lasse ich es wieder. Nun versuche ich möglichst regelmäßig zu schreiben. Klappt nicht immer, aber immer öfter. Die Sache ist die, dass ich eine absolute Lust-Schreiberin bin. Wenn ich gestresst bin, oder einfach keine Lust habe, dann lasse ich es. Auch wenn das schlechte Gewissen mich dann regelmäßig beschleicht,  habe ich mich mit mir geeinigt, dass ein Blog pro Woche ausreichend ist. Schließlich schreibe ich gerade noch Bücher

Gerät­schaf­ten digi­tal:
Ich schreibe auf meinem MacBook Pro. Eher selten kommt das IPad dafür zum Einsatz. Das IPhone dient für alle anderen Social Media Kanäle, aber nicht zum Bloggen – ist mir zu anstrengend.

Gerät­schaf­ten ana­log:
Bunte Post it’s, Notizblöcke, Stifte – das übliche.

Arbeits­weise:
Der einzige Plan, den ich beim Bloggen habe, ist der Zeitplan – ein mal pro Woche sollte ein neuer Artikel online sein. Alles andere geschiet spontan. Ich habe es mit dem Themenplan versucht – vergiss es! Erst einmal gibt es so viel Aktuelles, was plötzlich viel Spannender ist, als das Geplante. Wenn ich mich dann doch dazu zwinge, dann quelle ich mich stundenlang, ohne dass etwas Gescheites dabei rum kommt.

Es ist ja so, wenn ich ein Buch schreibe, dann muss ich mich über einen langen Zeitraum mit dem Thema und geplanten Inhalten auseinander setzen und mich daran halten. Wenn ich einen Artikel für die Presse schreibe, muss ich mich auch an das gewählte Thema halten. Beim Bloggen will ich deswegen freier sein. Da ich generell ein Mensch bin, der im hier und jetzt lebt, habe ich mich damit abgefunden, dass ich es beim Bloggen meiner Muse überlasse, was ich schreibe. Seit dieser Entscheidung läuft es mit mehr Leichtigkeit: Artikel werden viel schneller fertig, sind viel persönlicher und ich bekomme wesentlich mehr Resonanz.

Wel­che Tools nutzt du zum Blog­gen, Recher­chie­ren und Bookmark-Verwaltung?
Mein Blog läuft über WordPress auf meinem eigenen Server. Ich recherchiere kaum, höchstens mal, wenn es um die Rechtschreibung geht, oder bei Synonymen. Denn ich schreibe ausschließlich aus dem eigenen Kopf. Manchmal lasse ich mich von Blogs oder Bücher, die ich gerade lese inspirieren. Auf andere Blogartikel werde ich ausschließlich über Social Media aufmerksam. RSS nutze ich nicht.

Als ich mit dem Bloggen anfing, sammelte ich alles mögliche, was ich später verwerten wollte: Links, Zeitungsausschnitte, Notizen. Das habe ich ziemlich schnell nachgelassen, da ich das ganze Zeug hortete, ohne es je genutzt zu haben. Meine Muse ist da etwas divenhaft, sie lässt sich nur von meinen eigenen Ideen zum „Fließen“ bringen 😉 .

Wo sam­melst du deine Blogideen?
Direkt im Blog. So bald ich eine neue Idee habe, die ich gerade noch nicht schreiben will/kann, dann öffne ich einen neuen Artikel, schreibe die Überschrift und die Stichpunkte dazu gleich rein. So kann ich dann später gleich mit dem Schreiben loslegen.

Die Sache mit den Notizen, sowohl elektronisch als auch auf Papier hat sich nicht bewährt – überall hatte ich Tausende davon, ohne dass daraus mehr geworden ist.

Was ist dein bes­ter Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Sich richtig in das Thema reinsteigern und aus dem eigenen Kopf erstmal nur so runterschreiben so lange es fließt. Gitte Härter, meine Buchcoach spricht so schön vom „Schreiben im Plauderton“. Erst wenn der erste Wurf fertig ist mit den Korrekturen, Formatierungen, Bildern anfangen. Außerdem sollte man das Thema so klein wie es nur geht auswählen, damit man nicht vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Und eine eigene Geschichte als Vorlage oder Metapher nutzen, dann läuft es und man ist wesentlich schneller dabei, als wenn man versucht etwas Abstraktes zu Stande zu bringen. Ist ja auch für den Leser wesentlich spannender und nutzvoller.

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Wat für’n Ding? Kenne ich nicht! Will ich nicht kennen. Ich schreibe eine To-Do-Liste auf’s Papier, dann kann ich schön das Erledigte wegstreichen und habe sie immer vor meinen Augen liegen. Ansonsten nutze ich auch nur meinen Taschen-Kalender, die Kalender-elektronischen Kalender funktionieren bei mir nicht.

Gibt es neben Tele­fon und Com­pu­ter ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Mein elektrisches Heizkissen gegen die eiskalten Füße, unsere Heizung und den Wasserkocher für meinen Tee. Na ja, auch den Kühlschrank, die Waschmaschine und den Geschirrspüler möchte ich nicht mehr missen. Bin mir aber gerade nicht sicher, ob die Frage sich auf diese Art von Geräten bezog, denn haben sie was mit Bloggen zu tun? Hmm… 😉 .

Gibt es etwas, das du bes­ser kannst als andere?
Ich bin sehr schnell darin, Zusammenhänge zu erkennen, bin sehr intuitiv und spüre deutlich, was in mir selbst und auch anderen Menschen vorgeht. Ob ich es nun besser kann, als andere? Zumindest anders!

Was beglei­tet dich musi­ka­lisch beim Bloggen?
Meistens die Stille, aber auch Vögelgezwitscher ist sehr herzlich willkommen! Heute ausnahmsweise ist es der Balu mit seinem „Probier’s mal mit Gemütlichkeit!“ (Dank an Lars!).

Wie ist dein Schlafrhyth­mus – Eule oder Nach­ti­gall Lerche?
Eule! Ganz eindeutig. Vor 11 Uhr arbeite ich äußerst selten. Eigentlich drehe ich erst ab 14 Uhr richtig auf.

Eher intro­ver­tiert oder extrovertiert?
Eigentlich eher Intro, aber auch gerne Extro, wenn nicht zu oft. Ehrlich gesagt, denke ich, dass ich sowohl als auch mit einer Tendenz zum Intro bin, denn ich brauche viel Zeit für mich allein, um Energie aufzuladen. Andererseits liebe ich es auch, mit anderen Menschen zusammen zu sein. Möglichst auf keinen Massenveranstaltungen. Menschen, die mich nicht gut kennen, glauben mir nicht, dass ich eher Intro bin. Was soll’s, Schublade auf – Ich bin halt so wie ich bin!

Wer sollte diese Fra­gen auch beantworten?
Ich bin gespannt, was

dazu zu sagen haben!

Der beste Rat, den du je bekom­men hast?
Im Zusammenhang mit dem Bloggen war es Barbara Brecht-Hadraschek, die mich an Social Media in einem ihrer Workshops herangeführt hat. Sie sagte sinngemäß: „Du hast was zu sagen, fang an zu schreiben!“ Und so habe ich angefangen. Ich danke Dir, liebe Barbara!

Noch irgend­was wichtiges?
Ein eigenes Blog ist eine sehr gute Möglichkeit, sich als Person mit den eigenen Kompetenzen sichtbar zu machen. Es ist zwar mit Arbeit verbunden, aber es lohnt sich. Voraussetzungen sind:

  1. Etwas zum Thema zu sagen haben
  2. Mut, eigene Gedanken zu formulieren, statt irgendwo abzuschreiben
  3. Eigenen Rhythmus zu finden, statt sich an die Regelwerke anderer zu richten
  4. Kontinuität
  5. Geduld
  6. Vernetzung zu anderen Social Media Kanälen.

Dann steht der eigenen Sichtbarkeit nichts mehr im Wege!

Blockstöckchen* ist anders als eine Blogparade. Zur Blogparade ruft ein Blogger auf und jeder anderer kann mitmachen. Beim Blogstöckchen wird man durch das Weiterreichen eingeladen mitzumachen. Es geht um die Vernetzung der Blogger untereinander. Man muss dabei sich an die Regeln halten und nur die gestellten Fragen beantworten.

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9 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ach wie schön, das Blogstöckchen ist ja schon weitergewandert zu Heide Liebmann! Sie ist mir gerade eingefallen, nachdem ich mein Stöckchen von Svenja Hofert weitergeworfen habe:
    http://wp.me/p1xQVK-1MO

    Gitte kennen wir anscheinend auch beide?! Da sie gerade ihren Blog umbaut, bin ich gespannt, ob sie im Trubel mein Stöckchen auffängt…

    „Menschen, die mich nicht gut kennen, glauben mir nicht, dass ich eher Intro bin“ – wunderbar, das bringt es auf den Punkt 😀

    Ich bin gespannt und lese auch hier gerne wieder (immer) weiter!!

    Herzliche Grüße
    Juli Scheld

  2. Hallo Juli Scheld,

    ich freue mich sehr über Ihr Kommentar, denn so habe ich Ihr Blog für mich entdeckt!

    Ich freue mich auf viele neuen Impulse 😀 und werde mir den Blogstöckchen-Artikel in Ruhe Ende der Woche durchlesen 😀

    Herzliche Grüße

    Natalie Schnack

  3. hahaha, Natalie! Eben werfe ich Petra vom Lebenstempo-Blog das Stöckchen zu und sie antwortet, sie hat es schon von dir. Geh ich also gespannt deine Antworten lesen: WIR HABEN VOLL DIE PARALLELEN! Ganz viele Antworten sind total ähnlich 🙂

    Voll lustig,
    Gitte

    PS: … und danke fürs Nennen/verlinken

  4. Hallo liebe Natalie,
    inzwischen habe ich drei Blogstöckchen aufgefangen … Du warst die erste. also werde ich mir die nächsten Tage gerne mal Zeit nehmen und meine Gedanken fließen lassen :-). Danke fürs Stöckchen … und die anderen Ladies werde ich dann auch mit erwähnen: Gitte hat ja hier schon geschrieben und von Annja Weinberger kam eines aus Berlin gesegelt.

    Also. Ganz in meinem Tempo gehe ich an die Fragen ran.

    Deine Idee finde ich gut, dass Du Blogideen SOFORT in einen neuen Artikel einbaust mit Stichpunkten … ab sofort lasse ich die Sammlung von Zeitungsausschnitten undsofort.

    Dir einen schönen Sommerabend.
    Herzlich vom Zürichsee
    Petra

  5. Liebe Petra,

    ich bin gespannt auf Deine Antworten. Und da es im Moment nur so von herumfliegenden Blogstöckchen wimmelt, habe ich mittlerweile auch noch weitere bekommen – ist wohl gerade neue Modeerscheinung ;-).

    Herzliche Grüße aus endlich auch mal wieder sonnigen Norden

    Natalie

  6. Hallo Natalie, meines kam ja nun gesegelt in Deinen Blog … ich finde es eine schöne Idee, Blogstöckchen zu werfen und zu fangen. Mal sehen, was noch so passiert. Dass ich auch schon schöne Blogparaden und Adventskalenderaktionen organisiert habe, habe ich nun gar nicht erwähnt … da wird aber bald von einer anderen Bloggerin etwas zu lesen sein. Also. Es bleibt spannend.

    Here you go: http://www.lebenstempo-blog.de/?p=2031

    Herzlich. Petra

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