Unterwegs in Sachen Sichtbarkeit…

Gerade Selbständige holen oft tief Luft, wenn sie die Frage „Und was machen Sie beruflich?“ gestellt bekommen. Schließlich will man alles richtig machen und das Gegenüber richtig informieren. Die meisten haben ja den Spruch: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“, schon zu oft gehört.

Heute beantworte ich diese Frage: Wenn ich mich in Business-Kontext vorstelle (oder auch im privaten, wenn die Frage gestellt wird), dann läuft das Gespräch oft auf ähnliche Weise ab:

Ich sage:
„Ich berate Menschen. Das sind Menschen, die lernen wollen andere auf sich aufmerksam zu machen und für sich zu überzeugen – sie wollen lernen, sichtbarer zu werden. Deswegen nenne ich mich Sichtbarkeits-Coach. Wenn ein Selbständiger sich und seine Leistungen der Welt ansprechend präsentieren will, um so Kunden anzuziehen, oder ein Bewerber mit einer knackigen Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch punkten will, dann unterstütze ich sie dabei.“

Mein Gegenüber:
„Aha, und wie geht es?“

Ich:
„In welchem konkreten Fall?“

Er/Sie:
„Na wenn z.B. ein Bekannter von mir sich bewerben will.“

Und schon sind wir im Gespräch zu einem konkreten Beispiel.

Manchmal werde ich auch gefragt:
„Aha, und was qualifiziert Dich dafür?“

Ich dann:
„Für was genau?“

Er/Sie:
„Na ja, z.B. für die Beratung von Selbständigen.“

Ich:
„Im meinem Wirtschaftsingenieurwesen-Studium hatte ich den Studienschwerpunkte Unternehmensführung und Marketing, außerdem bin ich zertifizierte Gründungsberaterin.“

Er/Sie:
„Und das qualifiziert Dich dafür, als Coach zu arbeiten?“

Ich:
„Ja, das und meine Ausbildungen zur Coach und Trainerin.“

Und dann sind wir wieder im Dialog zum Thema, welche Ausbildungen das genau sind. Auch meine Berufserfahrungen vor der Selbständigkeit kommen dann auch noch zur Sprache. Und dass ich leidenschaftlich gern Improvisaitonstheater spiele und als Impro-Seminar-Trainerin auch mit den Methoden daraus arbeite, kommt über kurz oder lang zur Sprache. Man muss nicht alles gleich im ersten Schritt abliefern ;-).

Schnörkellos statt übertunt
Es ist eine eher schnörkellose Vorstellung, wenn man sie mit irgendwelchen Elevator-Pitches vergleicht, die seit Jahren als das „non plus ultra“ missioniert werden, und die sich jeder von uns schon zu Tausenden auf diversen Netzwerkveranstaltungen anhören durfte. Ich mag diese „geklonten“ Elevator-Pitch-Vorstellungen nicht. Ich bin eher pragmatisch und ziehe eine unperfekte und individuelle Vorstellung dem oft an den Haaren herbeigezogenen Zeug vor.

Ich gebe die Infos dabei lieber häppchenweise, weil mir wichtig ist, dass

  • die Vorstellung ganz einfach und für jeden zu verstehen ist,
  • der Fragender nur so viel Information von mir bekommt, wie er haben will,
  • wir in einen Dialog kommen, statt dass ich ihn mit einem Monolog „einschläfere“.

Mit der Vorstellung auf diese Art habe ich wirklich gute Erfahrungen gemacht. Deswegen schreibe ich in meinem nächsten Artikel, wie Sie bei Bedarf eine solche Kurzvorstellung formulieren können.
Ich freue mich, wenn Sie dran bleiben :-).

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0 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Frau Schnack,

    ja, das ist eine gute Art sich vorzustellen. Elevator-Pitches sind nicht verkehrt, um sich mit der Materie des „wie stelle ich mich Laien“ vor auseinanderzusetzen. Aber sie sind zu wenig individuell auf das jeweilige Gegenüber abgestimmt. Was nützt es immer denselben Spruch loszulassen, wenn ich gar nicht weiß, welchen Bezug mein Gegenüber hat?
    Die Blogparade fand ich gut, die Frage ist so vertraut 😉 !
    Und hier bleib ich jetzt dran und bleibe gespannt auf Ihren nächsten Beitrag.

    Grüße
    Silke Bicker

  2. Liebe Frau Bickler,

    danke dafür, dass Sie dabei sind!
    Na klar, auch Elevator Pitch hat seine Berechtigung. Außerdem ist es sehr wichtig, dass jeder für sich das Passende findet.

    Dann bis zum nächsten Artikel 😀

    Herzliche Grüße
    Natalie Schnack

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